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Der
Arbeitskreis Südost
Der Vorlauf des Arbeitskreises begann im Januar 1992 mit informellen Treffen von Trägern sozialer Dienstleistungen im Stadtteil Südost. Am 25.9.1992 wurde der Arbeitskreis mit einem Dreierrat als leitendem Gremium aus der Taufe gehoben. Mit Gründung des Vereins Netzwerk Südost im Juli 1993 ging der Arbeitskreis, in dem damals 33 Organisationen, Ämter und Firmen mitarbeiteten, in die Trägerschaft von Netzwerk Südost e.V. über und wird seit dem von dessen Geschäftsstelle geführt. Ab September 1995 bis Juni 1997 erfolgte die Leitung ehrenamtlich. Die inhaltliche Leitung übernimmt ein Trägerbeirat aus 3-5 Einrichtungen/ Ämtern/ Vereinen. Er tagt ca.2-3 mal im Jahr. Im Sommer 1997 wurde der Trägerbeirat aus der Begegnungsstätte Mühlstraße e.V., Kulturamt, dem Projekt "Lernen im sozialen Umfeld" der ABWF e.V. sowie Netzwerk Südost e.V. gebildet. |
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| Ziel
des Arbeitskreises ist die systematische Entwicklung und Pflege einer differen-zierten
und lokalen/ regionalen Infrastruktur. Der Arbeitskreis untersteht der Aufgabe,
im sogenannten 3. Sektor zwischen Staat, Markt und Privat eine förderliche
Transparenz der gemeinwesen-bezogenen Dienste und Aufgaben zu erarbeiten
und zu pflegen. Damit einher geht das Ziel, für eine hohe lokale Kompetenz
Kooperationen fallbezogen über fachliche Grenzen hinweg umzusetzen.
Dieses subsidäre Prinzip der Selbsthilfe fördert vor allem Potenziale
vor Ort: der BürgerInnen, der Vereine, Händ-ler, Dienstleister,
Unternehmen sowie politischer Kräfte. Angestrebt wird damit ein hohes
Maß an Eigeninitiative für eine intelligente integrative und
flexible Planung. |
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Die
derzeit ca. 80 Organisationen, Körperschaften, Unternehmen und Ämter
treffen sich jeden zweiten Montag im Monat, um sich öffentlich über
Fachthe-men (innerhalb eines Schwerpunktthemas über 6 Monate), Informationen
und Trends auszutauschen. Dabei findet die Veranstaltung jeweils bei einem
Mitglied vor Ort statt und ist mit einer Selbstpräsentation verbunden. |
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(1) Prinzip lokale Partnerschaft: räumliches Prinzip vor Eigeninteressen,
d.h. jede Or-ganisation mit Gemeinwesenbezug im Gebiet ist einbezogen. (2) Prinzip lokale Transparenz: jede Organisation bzw. Gremium oder Körperschaft, die im Gebiet agiert und dies wünscht, erhält die Protokolle und Einladungen, auch wenn sie über längere Zeit keine Rückmeldung geben. Die Inhalte und Informationen aus dem Arbeitskreis verstehen sich als Beitrag zur allgemeinen Transparenz der ge-meinwesenbezogenen Infrastruktur. (3) Prinzip Interessensausgleich: der Arbeitskreis selbst tritt in der Regel nicht als Ak-teur auf, sondern als Gremium mit informellen und sozialen Funktionen. Es untersteht dem Prinzip des Gemeinwesens, welches nicht über einen Markt geregelt werden kann, da es nicht auf einem finanziell getragenen Leistungs- bzw. Kundenprinzip oder einem Bedarfsprinzip gründet. Das Gemeinwesen bezieht seine grundlegende soziale Funktion aus dem Interessenausgleich und der Wahrung von Bedingungen und Funk-tionen zur gesellschaftlichen Reproduktion. (4) Prinzip wechselnde Orte: der Arbeitskreis tagt in der Regel jeweils bei einer ande-ren Organisation an einem anderen Ort im Gebiet. Die Kenntnis der Infrastruktur vor allem bezüglich von der Effizienz funktioneller Kooperation ist Voraussetzung für zielgerichtetes Handeln und Verbindlichkeiten trotz Differenziertheit. (5) Prinzip aktive Demokratie: der Arbeitskreis arbeitet nach demokratischen Prinzipi-en, entsprechend den Vorschlägen der aktiv Beteiligten. Er ist diesbezüglich sicher eher qualitativen Grundsätzen verpflichtet als quantitativen (6) Prinzip allgemeine, komplexe Kompetenz: die Mitwirkung beim Arbeitskreis dient nicht auf den Austausch von Experten des gleichen Fachgebietes. Gerade das Zusammenkommen der verschiedenen fachlichen Experten ergibt eine übergreifende, allgemeine Kompetenz. Um diese Zusammenarbeit auch als "Nicht-Experte" auf dem Gebiet des anderen zu praktizieren, bedarf es der Überschreitung der formalen Zu-ständigkeit im vertretbaren Rahmen. Zusammenarbeit kann in der Regel grundsätzlich nur dort flexibel und damit situationsgerecht erfolgen, wo unter einem wertbegründe-ten Leitbild als gemeinsamer Handlungsrahmen die Regelleistung des einzelnen situationsbezogen transformiert wird. (7) Prinzip Orientierung und Risikovorsorge: kommunikative Prävention bezieht sich auf das Prinzip, in "guten Zeiten" die Beziehung und Pflege der Infrastruktur nicht zu vernachlässigen, sondern auch momentan nicht vordergründig aktuelle Themen und Linien als wichtig zu pflegen und in Strategien sozialer Verbindlichkeit einzubeziehen. In diesem Sinne versteht sich diese Position als potentiell subsidiäre Selbsthilfe bzw. Selbstverwaltung. |
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